Praxisorganisation

Rationsberechnung für Pferd & Hund: in 5 Minuten von Bauchgefühl zu fundierter Beratung

„Was soll ich denn jetzt füttern – und wie viel?" Diese Frage hörst du als Tiertherapeut, Tierosteopath oder Tierheilpraktiker fast jeden Tag. Und sie verdient eine ordentliche Antwort. Eine ordentliche Antwort heißt: rechnen statt schätzen. Bedarf pro kg metabolischem Körpergewicht. Aufnahme aus jedem einzelnen Futtermittel. Vergleich pro Nährstoff – inklusive der Spurenelemente, die der Besitzer nicht auf dem Schirm hat.

Warum Rationsberechnung in die Praxis-Software gehört

Fütterung ist eine der häufigsten Folge-Themen nach einer Behandlung – egal ob Senior-Pferd, Hund mit Knie-OP oder Tier mit Stoffwechselerkrankung. Bisher haben viele Therapeuten Fütterungsfragen entweder weitergereicht („das müssen Sie mit dem Tierarzt klären") oder per Bauchgefühl beantwortet. Beides ist nicht ideal: Ersteres bedeutet Umsatz weg, Letzteres ist fachlich angreifbar.

Eine integrierte Rationsberechnung ändert das: Du beantwortest die Frage im selben System, in dem du den Patienten ohnehin pflegst. Patientenakte, Befund, Futterplan, Rationsberechnung – alles zusammen. Kein Wechsel zwischen drei Tools, keine Doppelpflege.

Globaler Futter-Stamm + eigene Futtermittel

Eine gute Rationssoftware startet nicht bei null. Sie liefert einen Futter-Stamm mit den gängigen Mineralfuttern, Müslis, Pellets, Trockenfuttern, Heu- und Heulagesorten – jeweils mit hinterlegten Nährwerten. Wenn du auf diese Werte vertraust, kannst du sofort loslegen.

Was du brauchst, falls du andere Werte kennst: die Möglichkeit, globale Werte pro Praxis zu überschreiben (z. B. weil du mit einer aktuelleren Analyse arbeitest) und eigene Futtermittel komplett neu anzulegen. Wichtig: Deine Overrides dürfen nur in deiner Praxis gelten, sonst überschreibst du Werte für andere mit. IntelliVets Rationsberechnung macht das genau so – globale Werte bleiben, deine eigenen werden nur bei dir verwendet.

Heuanalyse pro Patient – statt Pauschalwerten

Beim Pferd entscheidet das Heu fast alles. Pauschalwerte aus dem Lehrbuch sind okay für den Durchschnitt – aber wenn der Besitzer eine eigene Heuanalyse hat, gehören die echten Werte in die Ration. Der Unterschied bei Kupfer, Zink oder Selen ist oft erheblich, und genau diese Nährstoffe machen den Unterschied zwischen „passt" und „chronischer Mangel".

In einer ordentlichen Software hinterlegst du pro Patient eine oder mehrere Heuanalysen (es gibt ja oft die Sommer- und die Winterprobe), und sobald du in der Ration eine Analyse auswählst, rechnet die Software das Heu mit diesen Werten – statt mit dem Standard. Sehr empfehlenswert, wenn der Besitzer ohnehin schon analysieren lässt.

Bedarf vs. Aufnahme als Diagramm

Das eigentliche Tool: Du trägst ein, was der Patient bekommt – z. B. 8 kg Heu, 0,3 kg Mineralfutter, 1 kg Müsli –, gibst Zielgewicht und Spezies an, und siehst pro Nährstoff Bedarf, Aufnahme, Differenz und Abweichung in Prozent. Plus Ca:P-Verhältnis (Zielbereich 1,5–2,5).

Wenn etwas im Rot ist, siehst du es sofort – nicht erst, wenn der Kunde drei Monate später wegen schlechtem Hufwachstum oder stumpfem Fell zurückkommt. Genau dieser Sofort-Effekt ist der Mehrwert. Du kannst die Ration live anpassen („wenn ich 0,5 kg Mineralfutter statt 0,3 nehme, ist der Kupfer-Mangel weg") und am Ende ein Ergebnis ausliefern, das fachlich begründet ist.

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PDF an den Besitzer (auch mit dem Futterplan zusammen)

Die fertige Rationsberechnung als PDF mit deinem Briefpapier ist das, was der Besitzer mit nach Hause nimmt. Bedarfs-/Aufnahme-Tabelle, Ca:P-Verhältnis, Liste der eingesetzten Futter inklusive Mengen. Etwas, das man an die Futterkiste pinnen kann.

Besonders schön: Wenn du ohnehin einen Futterplan verschickst, kannst du die passende Rationsberechnung als zweiten Anhang mitsenden. Ein Häkchen im Versand-Dialog, fertig. Der Besitzer bekommt ein Paket aus einer Hand und du bist im Kopf des Kunden als „die Beraterin, die's wirklich rechnet" verankert.

Fazit

Fütterungsberatung ohne Rechnung ist heutzutage kein professioneller Standard mehr. Bedarf pro Spezies, Aufnahme aus echten Futtern, Heuanalyse, Bedarfs-/Aufnahme-Vergleich, PDF an den Besitzer – das gehört in deinen Werkzeugkasten. Idealerweise im selben System wie Patientenakte und Futterplan.

Mehr zum Modul findest du auf der Themenseite Rationsberechnung Pferd & Hund – oder starte direkt eine kostenlose Testpraxis.

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